Mallorca – die Insel neben dem Ballermann

Okay Freunde, endlich komm ich dazu euch von meinem Wahnsinnstrip nach Mallorca zu erzählen.

Die Ankunft war katastrophal! Da wir keinen Transfer gebucht haben, mussten wir mit den öfffentlichen Verkehrsmitteln von Palma nach Cala Ratjada tingeln. Das bedeutet Bus zu Bus, Bus zu Zug, Zug zu Zug, und Zug zu Bus. Lustig war es auf jeden Fall, da die Züge mehr Rasenmäher als Massenfortbewegungsmittel waren und die Spanier sich prächtig über die „doofen Deutschen die die Durchsagen nicht verstehen“ amüsieren konnten. 

Endich angekommen landeten wir im Hostal Alcina. Was auf den ersten Blick recht passabel wirkte, uns allerdings schnell den Glauben an die Putzfrau verlieren ließ. Für ein 1 Sterne Hostal möchten wir uns nicht beschweren, wer allerdings Luxus erwartet ist hier falsch. Die Wände sind dünn und es empfiehlt sich nicht, einen Schlafversuch vor 4 Uhr morgens zu wagen. Klimaanlage und kalte Dusche? Fehlanzeige. Dafür ist das Personal sehr freundlich und das Frühstück (bis auf den Kaffee!!!!) in Ordnung. Wer sich die Bewertungen durchliest, weis wovon ich rede 😀 http://m.holidaycheck.de/hi/f508b812-7a90-386d-842d-c2615f2b0a53

Der größte Vorteil? Der unschlagbare Preis & die gute Lage.
Es gibt 3 Strände in Cala Ratjada. Mein Favorit war definitiv Cala Aguilla, ein großer Strand, welcher sowohl für Familien, als auch das jüngere Publikum geeignet. Ihr könnt euch auf eine von Pinienbäumen umwachsene, saubere Bucht mit kristall klarem Wasser einstellen!

  
Zudem gibt es noch Cala Son Moll und Cala Gat (welcher etwas außerhalb liegt und sehr gut zum Klippenspringen geeignet ist!)

Die genauere Beschreibung und Lage der Strände findet ihr hier: http://calaratjada.net/cala-ratjada-straende.html

Nach dem wir einige Tage am Strand und beim Bummeln verbrachen, möchte ich mit zwei Must-Do’s bei einem Besuch auf der Baleareninsel beginnen. Uns war von Anfang an klar, dass die Insel am einfachsten mit dem Auto zu bereisen ist. Deshalb haben wir uns vorneweg 2 Tage einen Mietwagen gesichert. Nach einigen Tagen Sonnetanken und Nächte durchtanzen, ging die Fahrt zum Cap de Formentor.

   
 WAS FÜR EINE AUSSICHT! Leute ich verspreche euch eins, in dem Fall fängt der frühe Vogel den Wurm! Wir hatten das Glück, bereits um 9 an der ersten Aussichtsplattform angekommen zu sein, und dass komplett alleine! Kein Touristenfeeling unter endlosem Kamerageknipse, nein einfach die Natur in seiner vollen Schönheit, auf geschätzten 100 Meter hohen Klippenvorsprüngen genießen!

Anschließend wollten wir die Berge erforschen und ich sage euch eins, wir haben uns gefühlt wie in einer anderen Welt, auch wenn allen 4 nach ca 20 Minuten Passfahrt Todschlecht war! Also nichts für einen schwachen Magen, wobei die Aussicht es sofort wieder rettet. Wir würden uns jederzeit wieder durchquäle. Was für ein Erlebnis, wenn auch sehr Abenteuerlich! Wir sind von Alcudia immer Richtung Lluc und Soller gefahren, es ist sehr gut ausgeschildert und dürfte eigendlich für niemanden ein Problem sein, da man eh seltenst vom Bergpass abweicht!

Allgemein gilt über Mallorca zu sagen: Die Berge im Norden sind wunderschön anzusehen, die Buchten im Süden bestens zum Baden geeignet!

  

Das Nachtleben in Cala Ratjada hat, wenn auch nicht Ballermann gleich, einiges zu bieten. Es gibt zahlreiche Bars und 3 Discotheken. Am besten einfach ausprobieren was einem am besten gefällt! Wers mag darf gerne mal die 1,3 Liter Cocktails im Bierbrunnen „genießen“ die hier auch bald Pflicht sind um die extrem ausgelassene Stimmung zu ertragen.

  
Am Hafen von Cala Ratjada kann man wunderschön spazieren gehen und das Essen ist fabelhaft!

Cala Ratjada ist auf jeden Fall ein Ort der sich zu besuchen lohnt, auch wenn wir nach einigen Tagen sehr froh über unseren fahrbaren Untersatz waren, um den rest der Insel zu erkunden und aus dem Nest herauszukommen!

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Alles passiert aus einem bestimmten Grund

London – was für eine Reise. Langsam fange ich an mich zu wundern wie selbst bei einer Reise, bei der alles organisiert ist und eigentlich keine Probleme auftreten dürften, alles schief gehen kann – und dass am Ende sogar im positiven Sinne!

Begonnen hat alles mit der Tatsache, das meine Freundin mir ein tolles Hotel mit Spa, Dinner, und allem erdenklichen Luxus ermöglichte. Ich verbrachte den Abend im Spa und den Morgen nach der Ankunft beim shoppen/staunen in „the village“, westfield shopping centre. Ein Abschnitt an denen sich Armani und Louis Vuitton die Klinke in die Hand geben.

  
Soweit, so gut. Wir verbrachten den ganzen Tag auf dem Royal ascot race, was wirklich eine tolle Erfahrung war. Luxus, Champagner und Adrenalin lag überall in der Luft. Männer in Anzügen und Frauen in Kleidern flippen aus sobald die Pferde starten. Jeder statt gebannt auf den Bildschirm und versucht herauszufinden wie sich sein Pferd schlägt. Ich habe es tatsächlich fertig gebracht aufs richtige Pferd zu setzen und aus 3£   25£ zu machen. Incredible!  

  
Meine Freundin und ich hatten soweit eine tolle Zeit. Dann kam alles anders und wir haben uns aus schwerwiegenden Gründen so sehr gestritten, das ich letzten Endes auf eigenen Wunsch mal wieder alleine war. Allein in London. Im großen, sehr sehr großen London…. Und mit alleine, meine ich einsam. Ich laufe also durch den Regen und Bade im Selbstmitleid…. Und das ausgerechnet auf Reisen. 

Nach einer Stunde beschloss ich mich zusammen zu reißen und zu überlegen was ich nun tuen werde. 

Ich beschloss mir zuerst eine Tageskarte over&underground zuzulegen um mir alle Möglichkeiten zu offen zu halten und keine Sorgen bezüglich der Fortbewegung zu machen. Sollte ich mich nach einem Hostel umsehen?

Meine Freundin und ich hatten beschlossen und eine Auszeit zu gönnen und uns erst übermorgen an einem erneuten Gespräch zu versuchen.

Ich beschloss also mir zuerst die Sehenswürdigkeiten anzusehen und den Kopf frei zu bekommen bevor ich mich daran wage einen Beschluss zu fassen. Es funktionierte. Nach zwei Stunden im Regen war ich endlich bereit neu zu planen. Aber wie soll man bei dieser Aussicht auch Trübsal blasen?

  
Nach einer weiteren Stunde hatte ich mich weit genug zusammen genommen um mich an den netten Amerikaner aus dem Stansted Express zu erinnern. Ich beschloss ihn anzurufen und die Situation zu erklären, da er neben meiner englischen Freundin der einzige Mensch war, den ich in London hatte. Er bot mir sofort an im Haus von seinen indischen Freunden zu übernachten und den Tag mit Ihnen zu verbringen. Es war toll! Ich fühle mich aufgenommen, verstanden und aufgeheitert.

Ich kam in den Genuss eines selbst gekochten indischen Curry, bekam ein wifi Passwort (was mich in der Situation wirklich rettete weil ich meine Mama anrufen konnte und mir das Stück Heimat holte das ich dringend brauchte!) und hatte zu guter letzt sogar mein eigenes Zimmer! Wir tranken Wein, schauten Bollywood Filme und lachten bis uns der Bauch weh tat. 
Morgen werde ich mit meiner Freundin sprechen und den letzten Tag mit ihr und ihrem Mann in deren Haus zu verbringen, man sollte schließlich keinen Streit ungelöst Enden lassen.

All in all hatte ich wieder einmal das Erlebnis, das man, sofern man offen für alles ist, nie alleine ist. Es gibt immer, immer, immer eine Möglichkeit alles zum positiven zu wenden.

Und ohne dieses Disagreement hätte ich niemals diese tollen Menschen kennenlernen dürfen. Ich bin dankbar und glücklich und bereit alle weiteren Probleme zu lösen.
Tipps zu Londoner Aktivitäten, Fortbewegungsmittel, und persönlichen Highlites erzähle ich euch nächstes Mal! Jetzt Falle ich nur noch ins Bett.

Traveln oder Bloggen? Traveloggen!

Wie jeder beim ersten Blick auf meinen schlichten kleinen Blog feststellen kann, liegt mein technisches Know-How ungefähr auf der Tiefe des Mariannengrabens verschollen. Und wie jeder weiß ist dieser leider noch nicht ansatzweise erschlossen. Warum ich es trotzdem versuche? Ich liebe Geschichten und ich erzähle unheimlich gerne.

Ich könnte behaupten durch das schlichte Design die Aufmerksamkeit auf meine Inhalte lenken zu wollen… (was natürlich den Tatsachen entspricht!!!) oder ich sage einfach die Wahrheit und hoffe das ihr mir mein angeborenes Handicap verzeiht und ich genau mit dem Punkten kann, mit dem ich im echten Leben glänze, meinen Geschichten, meinem Herzblut, und meinen Globaltrotter Genen.

Ich würde euch gerne an meinen Gedanken zu einem Zitat teilhaben lassen, welches ich vor einiger Zeit entdeckte. Es besagt:

Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, bleibt immer auf der ersten Seite

Ganz kann ich dieser Aussage nicht zustimmen, da einen Menschen alleine die Tatsache, das eingene Leben im eigenen Land zu bewältigen und Verantwortung für sich und andere zu tragen einige Seiten nach vorne Blättern lässt.

ABER: wenn man die Aussage von hinten aufrollt und bedenkt bei Seite 50 zu stehen, das eigenen Leben soweit geordnet zu haben  und es dann auch noch schafft, ein anderes Land mit anderen Sitten, Bräuchen, Herrausforderungen zu erleben und zu überleben, könnte es mit Sicherheit die nächsten 50 Seiten wett machen.

In Gegenüberstellung dazu, bekommen in der Ferne eventuell eventuell die Menschen, welche mit ihren derzeitigen Herrausforderungen nicht klar kommen, die Chance auf eine Pause und Gelegenheit, ihre persönlichen 50 Seiten nachzulesen.

Egal wie man vorgeht… Letzten endes werden wir es alle schaffen das Buch zu beenden, jeder auf seine Weise.

Und ich möchte euch an einem bestimmten Kapitels meines Buches teilnehmen lassen, meinen Reisen und meinen Erfahrungen. Für mich entsteht daraus natürlich auch ein großer Vorteil, denn ich kann alle Abenteuer bis ins kleinste Detail wiederaufleben lassen, während ich euch davon erzähle. Ich freue mich über jeden der sich daran beteiligt und seine Anregungen, Verbesserungen und Ideen zu neuen Beiträgen hier lässt. 

Bis ganz bald 

Eure Sabrina

Achtung: akute Fernwehanfälle nicht ausgeschlossen!

Wer kennt das nicht, man kommt vom Arbeiten nach Hause, natürlich mit mindestens 100 undankbaren Aufgaben im Hinterkopf die noch erledigt werden sollten. Natürlich hängt ihr erstmal in der Rushhour fest und der Typ hinter euch legt es gerade zu auf ein kurzes Antippen der Bremse an. Ihr denkt euch blos, warum bin ich nicht einfach in (Thailand, Spanien, Ägypten ?) geblieben.

Um das eventuell noch frische oder doch schon etwas veraltete Urlaubsfeeling wieder aufleben zu lassen hier einige Anregungen. Aber bevor ihr loslegt das wichtigste: Ankommen, Tief durchatmen, einige Schlücke Wasser trinken und den blöden Tisch an dem ihr euch zum tausensten Mal das Schienbein zerschmettert beschimpfen.

So, jetzt steht euch nichts mehr im Weg:

  1. Sehr sehr sehr vorteilhaft wäre ein Balkon und gutes Wetter. Spürt ihr die Sonne auf der Haut? Augen zu und konzentration bitte! Fühlt sie sich nicht ähnlich an wie in der Türkei? Geht in Gedanken zurück, wie habt ihr euch in diesem Moment gefühlt?
  2. Wie wäre es denn mit dem Freibad? Untertauchen, Stille genießen und Gedanken fliegen lassen. Spürt ihr wie das Wasser euren Kopf umschließt, kein Unterschied zum Hotelpool in Indonesien was? Schon im Hinduismus hat das Wasser eine sehr hohe Bedeutung um die Karmalast zu reduzieren und den Geist zu reinigen.
  3. Kontakte pflegen: wäre es nicht mal wieder Zeit, der Bekannten aus Schweden zu schreiben die euch zur Sagrada Familia begleitet hat? Fragt doch eure Backpacker Freunde mal nach ihren Bildern und nach dem schönsten Moment auf der Reise, vielleicht lassen sich ungeahnte Schätze entdecken! Und ein Gespräch mit denjenigen, mit denen ihr die unvergesslichen Momente geteilt habt, hinterlässt in jedem Fall ein tolles Gefühl!
  4. Musik. Gibt es ein Lied welches euch auf eurer Reise begleitet hat? Ganz klar: das läuft jetzt Dauerschleife und wird um eine Singstimme erweitert 😉
  5. Gibt es ein Getränk welches ihr auf Reisen besonders genossen habt ??? Holt es euch doch auch mal in Deutschland! Für diejenigen unter euch die keine Idee haben, eine kleine Anregung: http://fashcation.com/2015/07/03/refresh-me/#more-881
  6. Lesen: Schnappt euch ein Buch, dessen Handlung im gewünschten Land spielt. Tretet gemeinsam mit der Romanfigur eine Reise an, welche euch Erinnerungen an bereits besuchte Orte schafft, an Sitten und Bräuche. Die denkweise der Einheimischen darstellt und sicher noch einige Hintergrundinformationen liefert. Macht riesenspaß so bewusst zu lesen und vertreibt die Zeit an einem lauen Sommerabend!

…So das wäre es dann erstmal von mir, bin dann mal eine Weile in Gedanken auf Bali, bis bald und viel Spaß bei euren Tagträumen!

 

The one man show

„Ich wollte schon immer mal nach Thailand, aber ich finde einfach niemanden der mich begleiten möchte“

Spätestens diese Feststellung sollte das Stichwort zum Aufbruch sein! Es gibt nichts das euch Land und Leuten näher bringt als das Abenteuer als Alleinreisender/e zu starten. Überlegt doch mal: Was macht ihr, wenn ihr mit einem Freund/einer Freundin zusammen in den Urlaub fliegt? (und ich trenne bewusst die Begriffe Urlaub und Reisen) Ihr sitzt nebeneinander im Flugzeug, im Zug, teilt euch ein Taxi. Ihr bucht ein gemeinsames Zimmer im Hotel, unternehmt gemeinsame Ausflüge und geht abends gemeinsam essen. Es ist eine schöne Zeit und ihr habt tolle Erinnerungen mit euren Lieben. Versteht mich nicht falsch, ich kann mir nichts schöneres Vorstellen als mit meiner Freundin in drei Wochen nach Mallorca zu fliegen (wobei man sagen muss das sie dieselbe globaltrotterin ist wie ich) Jetzt überlegt nur mal einen Moment. Was könnte passieren währt ihr alleine?

Ich nenne euch einige Beispiele meiner „one-man-show“:

  • Ich sitze im Flugzeug neben einer netten jungen Frau aus Taipeh, welche gerade ein Auslandssemester in Deutschland absolviert hat. Die Flugzeit beträg insgesamt 13 Stunden. Wir vertreiben uns die Flugzeit durch nickerchen und angeregte Gespräche über unsere komplett unterschiedlichen Leben und zack, schon setzt der Flieger auf, sodas uns gerade noch genug Zeit bleibt, die Handynummern auszutauschen und einander eine gute Weiterreise zu wünschen.
  • Ich checke ins Hostel ein und beziehe mein Bett im Schlafsaal. Natürlich komme ich nicht umhin, allein schon in dieser Zeit mindestens 3 gespräche, mit 3 verschiedenen Menschen aus 3 verschiedenen Kulturen zu führen
  • Soweit so gut. Der erste Abend allein steht mir in einem fremden Land bevor. Beim Verlassen des Hostels treffe ich auf 3 schwarze Frauen, welche mich ansprechen. Jap richtig geraten, an diesem abend war ich nicht alleine aus. 😉
  • Na also, ich habe es doch mal alleine nach draussen geschafft und sitze nun (zugegeben) etwas verloren in einer Bar. Als ich gerade in Selbstmitleid verfallen will und mich frage was zur Hölle ich mir da angetan habe, tippt mich jemand an der Schulter an. Nun gut. Nicht irgendjemand, sondern ein brazilianischer Halbgott fragt mich ob ich alleine reise und mich nicht zu ihm und seinen Freunden gesellen möchte….äh HALLO ?!

  

Die Liste lässt sich endlos fortführen aber ich möchte euch nicht mit meiner halben Lebensgeschichte langweilen.

 

Nur so viel zum Schluss:

 

Wer alleine reist, ist selten lange alleine!