Alles passiert aus einem bestimmten Grund

London – was für eine Reise. Langsam fange ich an mich zu wundern wie selbst bei einer Reise, bei der alles organisiert ist und eigentlich keine Probleme auftreten dürften, alles schief gehen kann – und dass am Ende sogar im positiven Sinne!

Begonnen hat alles mit der Tatsache, das meine Freundin mir ein tolles Hotel mit Spa, Dinner, und allem erdenklichen Luxus ermöglichte. Ich verbrachte den Abend im Spa und den Morgen nach der Ankunft beim shoppen/staunen in „the village“, westfield shopping centre. Ein Abschnitt an denen sich Armani und Louis Vuitton die Klinke in die Hand geben.

  
Soweit, so gut. Wir verbrachten den ganzen Tag auf dem Royal ascot race, was wirklich eine tolle Erfahrung war. Luxus, Champagner und Adrenalin lag überall in der Luft. Männer in Anzügen und Frauen in Kleidern flippen aus sobald die Pferde starten. Jeder statt gebannt auf den Bildschirm und versucht herauszufinden wie sich sein Pferd schlägt. Ich habe es tatsächlich fertig gebracht aufs richtige Pferd zu setzen und aus 3£   25£ zu machen. Incredible!  

  
Meine Freundin und ich hatten soweit eine tolle Zeit. Dann kam alles anders und wir haben uns aus schwerwiegenden Gründen so sehr gestritten, das ich letzten Endes auf eigenen Wunsch mal wieder alleine war. Allein in London. Im großen, sehr sehr großen London…. Und mit alleine, meine ich einsam. Ich laufe also durch den Regen und Bade im Selbstmitleid…. Und das ausgerechnet auf Reisen. 

Nach einer Stunde beschloss ich mich zusammen zu reißen und zu überlegen was ich nun tuen werde. 

Ich beschloss mir zuerst eine Tageskarte over&underground zuzulegen um mir alle Möglichkeiten zu offen zu halten und keine Sorgen bezüglich der Fortbewegung zu machen. Sollte ich mich nach einem Hostel umsehen?

Meine Freundin und ich hatten beschlossen und eine Auszeit zu gönnen und uns erst übermorgen an einem erneuten Gespräch zu versuchen.

Ich beschloss also mir zuerst die Sehenswürdigkeiten anzusehen und den Kopf frei zu bekommen bevor ich mich daran wage einen Beschluss zu fassen. Es funktionierte. Nach zwei Stunden im Regen war ich endlich bereit neu zu planen. Aber wie soll man bei dieser Aussicht auch Trübsal blasen?

  
Nach einer weiteren Stunde hatte ich mich weit genug zusammen genommen um mich an den netten Amerikaner aus dem Stansted Express zu erinnern. Ich beschloss ihn anzurufen und die Situation zu erklären, da er neben meiner englischen Freundin der einzige Mensch war, den ich in London hatte. Er bot mir sofort an im Haus von seinen indischen Freunden zu übernachten und den Tag mit Ihnen zu verbringen. Es war toll! Ich fühle mich aufgenommen, verstanden und aufgeheitert.

Ich kam in den Genuss eines selbst gekochten indischen Curry, bekam ein wifi Passwort (was mich in der Situation wirklich rettete weil ich meine Mama anrufen konnte und mir das Stück Heimat holte das ich dringend brauchte!) und hatte zu guter letzt sogar mein eigenes Zimmer! Wir tranken Wein, schauten Bollywood Filme und lachten bis uns der Bauch weh tat. 
Morgen werde ich mit meiner Freundin sprechen und den letzten Tag mit ihr und ihrem Mann in deren Haus zu verbringen, man sollte schließlich keinen Streit ungelöst Enden lassen.

All in all hatte ich wieder einmal das Erlebnis, das man, sofern man offen für alles ist, nie alleine ist. Es gibt immer, immer, immer eine Möglichkeit alles zum positiven zu wenden.

Und ohne dieses Disagreement hätte ich niemals diese tollen Menschen kennenlernen dürfen. Ich bin dankbar und glücklich und bereit alle weiteren Probleme zu lösen.
Tipps zu Londoner Aktivitäten, Fortbewegungsmittel, und persönlichen Highlites erzähle ich euch nächstes Mal! Jetzt Falle ich nur noch ins Bett.

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